v.l.: Alena Lemmer, Aya Umemura,Klaus Ohm, Nadine Bollmeier, Barbora Balazova, Su Yan



TUSEM Essen vs. TTG Bingen/Münster-Sarmsheim 5:5

Dreieinhalb Stunden dauerte das Spiel der Tabellennachbarn. Dass 5:5 war letztendlich für beide Seiten akzeptabel, obwohl die TUSEM Damen sich mehr über den Punkt gefreut haben als der Gegner aus Bingen. Verständlich, wenn eine 5:2 Führung noch weggeben wurde. Alles in Allem sahen die Zuschauer, die diesmal in Scharen in die Halle kamen, hervorragenden Tischtennissport. Matchwinner auf TUSEMer Seite war Su Yan, die in beiden Einzeln das Spiel noch zu ihren Gunsten drehen konnte. Auf Bingener Seite war dies Ding Yaping, die alle Spiele für sich entscheiden konnte.

AlenaLemmer 1

Sorgte mit ihrem Spielgewinn gegen Marie Migot für das Unentschieden: Alena Lemmer (Foto:Holger Straede)

Bericht Martina Emmert:

TTG lässt sich ein 5:2 nehmen

Für den Tabellendritten TTG Bingen/Münster-Sarmsheim begann die Partie beim TUSEM Essen vielversprechend. Ding Yaping/Wan Yuan düpierten Barbora Balazova/Nadine Bollmeier mit einem satten 3:0. Und Hana Metelova/Marie Migot legten ein 2:0 gegen Su Yan/Alena Lemmer vor. Doch das Eisen war noch heiß. Mit einem 17:15, 12:10 vereitelte das TUSEM-Duo drei Matchbälle im dritten Satz. Eine unnachahmliche Aufholjagd krönte den vierten Abschnitt, denn da lagen die Bingerinnen 8:0 in Front. Im fünften Durchgang herrschten veränderte Vorzeichen, denn da waren es Su/Lemmer, die 6:2 führten, zum 7:7 aber prompt den Ausgleich quittierten. Mit einem 11:8 kratzte das TTG-Doppel schließlich die Kurve und revanchierte sich perfekt für das 0:2 in der Hinrunde.

Die Spannung stieg dann gleich in der ersten Einzelrunde, denn die Slowakin Balazova überrollte Matelova mit einem 3:0, auch hier schlug eine Revanche zu Buche. „Der Doppelauftakt war natürlich nicht nach unserem Geschmack, wir liefen immer hinterher. Dafür hatten wir mit diesem Sieg von Barbora nicht gerechnet“, kommentierte TUSEM-Teammanager Klaus Ohm. Bollmeier stand kurz davor die anfängliche Doppelscharte auszuwetzen, mit einem 6:11, 12:10, 12:10, 7:11, 9:11 gewann Abwehrass Ding jedoch noch Oberwasser.

Su warf dann gegen Migot den ersten Rettungsanker aus. Nach einem 0:2 nahm die gebürtige Chinesin Fahrt auf und wendete das Blatt deutlich zum 3:2. „Yan wurde immer sicherer. Das war schon ein Bigpoint, sonst wäre unser Ofen frühzeitig aus gewesen“, war sich TUSEM-Teammanager Klaus Ohm sicher. „Marie hatte sich beim Training eine Verletzung am Knöchel zugezogen, die sie auch im zweiten Einzel handicapte. Sonst wäre ihr ein Punkt zuzutrauen gewesen“, erläuterte TTG-Vorsitzender Joachim Lautebach.

Die Niederlage konnten die Bingerinnen erst einmal schnell abhaken, denn Wan und Ding marschierten mit überraschend glatten 3:0-Siegen zum 5:2. Die Ziellinie erschien den Gästen dicht vor Augen. Die Tschechin Matelova, die in der Vorrunde noch mit zwei Erfolgen glänzte, erwischte diesmal nicht ihre beste Tagesform und unterlag auch Bollmeier mit 0:3. „Der Misserfolg von Barbora, die eigentlich sehr gut gegen Abwehr spielt, hatten wir wiederum auch nicht erwartet. Nadine wollte den Sieg unbedingt, und so kämpfte sich die Mannschaft durch eine Schlussoffensive zurück“, so Ohm.

Das Schlüsselspiel gewann Su gegen Wan, denn auch diesmal deutete nach einem 6:11, 5:11 alles in die Gegenrichtung. Doch auch diese kritische Phase meisterte die Nummer drei und riss das Ruder zum 11:7, 14:12, 11:4 herum. Lemmer profitierte schließlich beim engen 3:2 gegen Migot von der Verletzung der Französin. „Das war schon offensichtlich. Aber Alena nutzte ihre Chance. Nach dem nahezu aussichtslosen Rückstand sind wir über das Remis happy“, ergänzte Ohm.

„Fünf Spiele gingen über die volle Distanz von fünf Sätzen, alles war eng, alles möglich. Alles verlief wechselseitig. Hana 0:2, dafür diesmal Yaping 2:0. Yuan traf auf eine Su Yan, die immer stärker wurde. Leider konnte sie das 7:3 im vierten Satz nicht nutzen, aber ein Vorwurf ist keiner Spielerin zu machen. Nach einer so deutlichen Führung möchte man selbstverständlich beide Punkte einsacken, aber das Unentschieden geht in Ordnung“, übte sich Lautebach nicht in Kritik.

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